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Johannes R. Becher: Der Wald
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Leo Läufer: Er lallt
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Ich bin der Wald voll Dunkelheit und Nässe.
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Ich bin ein Lehrer voller Dunkelheit und Blässe.
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Ich bin der Wald, den du sollst nicht besuchen,
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Ich bin ein Lehrer und kein Stückchen Kuchen.
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Der Kerker, daraus braust die wilde Messe,
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Ich bin der dunkle Boden, ihr die helle Kresse.
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Mit der ich Gott, das Scheusal alt, verfluche.
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Ich bin kein Gott, da könnt ihr lange suchen.
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Ich bin der Wald, der muffige Kasten groß.
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Ich bin schon alt, ein muff'ger Kasten groß.
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Zieht ein in mich mit Schmerzgeschrei, Verlorene!
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Zieht, was ich sage, in Euch rein, Verlorene.
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Ich bette euere Schädel weich in faules Moos.
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Ich wette, Euer Schädel ist bloß faules Moos
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Versinkt in mir, in Schlamm und Teich, Verlorene!
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Und jede Kunstanwendung eine Totgeborene.
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Ich bin der Wald, wie Sarg schwarz rings umhangen,
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Ich bin vie Valdi, bellend, bibbernd, bangend,
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Mit Blätterbäumen lang und komisch ausgerenkt.
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Von Interpretationen lang und komisch ausgerenkt.
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In meiner Finsternis war Gott zugrund gegangen...
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Ich fisch' im Trüben, kaum mal etwas fangend.
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Ich nasser Docht, der niemals Feuer fängt.
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Ihr nasser Docht, der niemals Feuer fängt.
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Nehmt Euch in acht vor mir, heimtückisch-kalt!
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Nehmt Euch in acht vor mir, heimtückisch-alt!
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Der Boden brüchig öffnet sich, es spinnt
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Mein Maul spuckt böse Worte und es rinnt
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Euch ein mein Astwerk dicht, es knallt
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Ein Redefluß in Euer Ohr, es lallt
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Gewitter auf in berstendem Labyrinth.
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Ganz bitter auf wie stinkender Absinth.
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